EMbody & Explore

Somatics meets Movement Research

Somatics & MOvement Research

In unserer Arbeit verstehen wir Bewegung nicht als Form, die erreicht werden muss – sondern als etwas, das sich entfaltet, wenn wir beginnen zuzuhören.

Somatische Praxis und Movement Research begegnen sich dabei als sich ergänzende Zugänge: Das Spüren wird zur Grundlage, das Bewegen zur Form der Forschung. Wir richten den Fokus nach innen – auf Empfindung, Atem, Gewicht und Rhythmus – und öffnen von dort einen Raum, in dem Bewegung entstehen und untersucht werden kann.

Movement Research verstehen wir als einen offenen, prozessorientierten Zugang zur Bewegung. Es geht darum, Bewegung entstehen zu lassen, sie zu begleiten und in ihrem Verlauf wahrzunehmen.

So entfaltet sich ein Prozess, in dem Wahrnehmung und Bewegung sich gegenseitig beeinflussen und vertiefen. Der Körper wird dabei zum Ort des Forschens – ein Raum, in dem Erfahrungen gemacht, verändert und neu entdeckt werden können.

Jede Bewegung ist weniger ein festes Ergebnis als ein Teil dieses fortlaufenden Erkundens.

Somatics & Movement Research

Somatische Bewegung

Somatics beschreibt eine Praxis des Spürens und Erfahrens im eigenen Körper.

Statt den Körper von außen zu formen oder zu steuern, geht es darum, ihn von innen wahrzunehmen – als lebendigen, intelligenten Organismus, der fortwährend in Beziehung zu sich selbst und seiner Umgebung steht.

Im Zentrum steht ein feines Lauschen nach innen: auf Atem, Gewicht, Rhythmus und Empfindung.

Aus dieser Wahrnehmung heraus kann sich Bewegung organisch entfalten – nicht als etwas Vorgegebenes, sondern als etwas, das im Moment entsteht.

Diese Praxis eröffnet neue Zugänge zu Körperbewusstsein und Sensibilität, erweitert den eigenen Bewegungsspielraum und ermöglicht Ausdruck jenseits von festen Formen oder Erwartungen.

Somatische Bewegung ist dabei zugleich ruhig und kraftvoll, intuitiv und präzise – getragen von der Erfahrung, dass der Körper selbst über ein tiefes Wissen verfügt, das sich im Spüren und Bewegen entfalten kann.

Movement Research

Bewegung wird hier zu einem Forschungsfeld.

Im Movement Research geht es darum, Bewegung nicht nur auszuführen, sondern sie als offenen Prozess zu untersuchen. Der Körper wird dabei zum Ausgangspunkt – Wahrnehmung, Erfahrung und Ausdruck greifen ineinander und bilden die Grundlage für Exploration.

Wir arbeiten mit Improvisation, Wahrnehmungsübungen und offenen Bewegungsaufgaben. Dabei steht nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern das Erforschen von Möglichkeiten und Zusammenhängen.

Wie entsteht Bewegung aus Empfindung?

Wie verändert Wahrnehmung unseren Ausdruck?

Und was geschieht, wenn wir gewohnte Muster loslassen und dem Körper erlauben, zu führen?

Movement Research versteht Bewegung als etwas, das sich im Moment entwickelt – als ein fortlaufendes Erkunden, in dem Wahrnehmen, Bewegen und Reflektieren miteinander in Beziehung stehen.

Zwischen Innen und Außen

Unsere Praxis bewegt sich zwischen innerer Wahrnehmung und äußerem Ausdruck.

Oft beginnt sie in der Stille – mit Atem, Gewicht und feinen Empfindungen. Ein Ankommen im Körper, das Raum öffnet für das, was sich zeigen möchte.

Daraus entwickelt sich Bewegung, die sich allmählich in den Raum ausdehnt, in Beziehung tritt und Form annimmt.

So entsteht ein fortlaufender Prozess, in dem Zuhören, Bewegen, Wahrnehmen und Gestalten ineinander übergehen – getragen von der Aufmerksamkeit für das, was im Moment entsteht.

Über uns

CLAUDIA PARRA WEITZMAN

Claudia wurde in Chile geboren und begann ihre Bewegungsreise als Turnerin in der Nationalmannschaft, mit Teilnahmen an zahlreichen Wettkämpfen. Später wandte sie sich der freien Szene zu und arbeitete als Tänzerin in einem Underground-Kollektiv.

Parallel dazu studierte sie Architektur an der Universidad de Chile und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab.

Nach ihrem Umzug nach London vertiefte sie ihre tänzerische Ausbildung am London Studio Centre (The Place) und wurde in das professionelle Trainingsprogramm von Hilal Dance in Mailand aufgenommen. Zudem war sie festes Mitglied der Iskandar Dance Company in London und tourte mit ihr europaweit.

Seit ihrem Umzug nach München widmet sich Claudia intensiv der Bewegungssprache Gaga und gründete Gaga Munich. Seit über zehn Jahren organisiert und leitet sie regelmäßig Workshops in Gaga und zeitgenössischem Tanz.

Sie arbeitet als Tänzerin und Choreografin in verschiedenen Bühnen- und Performanceprojekten und ist ausgebildete Tanzpädagogin mit Schwerpunkt auf Laban-basierter Bewegungslehre. Aktuell befindet sie sich zudem in der Weiterbildung in Somatic Groundwork Education (ISMETA-zertifiziert).

Neben ihrer künstlerischen Arbeit unterrichtet Claudia kontinuierlich Klassen und entwickelt gemeinsam mit Soundkünstler:innen improvisationsbasierte Formate.

ANNA BECHER

Als Lehrerin für Somatics, Yoga und Tanz verbindet Anna somatische Prinzipien mit achtsamer Körperarbeit und einem breiten Spektrum an Bewegungsformen. In ihren Klassen und Workshops entstehen Räume, in denen Teilnehmende durch bewusste Gegenwart im Hier und Jetzt einen natürlichen, tieferen Kontakt zu sich selbst, zu anderen und zur umgebenden Welt finden können. Im Zentrum stehen Natürlichkeit, Authentizität, spielerische Leichtigkeit, Vertrauen sowie Bewegung als sanfter und kraftvoller Weg zu körperlichem und emotionalem Gleichgewicht.

Ihre eigene Bewegungsreise führte sie durch Hip-Hop und Streetdance, Capoeira, zeitgenössischen Tanz, Contact Improvisation, Pilates und verschiedene Yoga-Traditionen. Im Verlauf dieser Entwicklung formte sich ein durchgängig somatisch geprägter Ansatz heraus, der ihre Lehre prägt und eng mit ihrer Wertschätzung für natürliche, wilde Lebendigkeit verknüpft ist.

Seit vielen Jahren leitet sie regelmäßig Klassen und Workshops in Somatics, Yoga und Tanz. Sie begleitet Menschen dabei, ihre angeborene Bewegungsintelligenz wiederzuentdecken, Wildheit und Sanftheit in Einklang zu bringen und sich auf authentische, unvollkommene Weise lebendig zu fühlen.

Ihre Arbeit gründet auf umfassenden Aus- und Weiterbildungen in Somatics und interdisziplinären Bewegungsmethoden (u. a. ISMETA-zertifiziert), Yoga (Yoga Alliance), Pilates (BASI), zeitgenössischem Tanz (Tanzfabrik Berlin), Contact Improvisation, Tanzpädagogik (Freies Musikzentrum München) sowie Tanztherapie (Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie).

Aktuelle Termine

Embody & Explore am 26.04.2026 in München

Einführungs-Workshop in somatische Bewegung und ihr Potenzial für die Bewegungsforschung. Es ist ein Raum für Selbsterkundung statt bloßer Anleitung:

 

Der Workshop lädt dazu ein, die Verbindung zwischen somatischer Wahrnehmung und zeitgenössischem Tanz zu erforschen. Durch angeleitete sensorische Erkundungen, Improvisation und kreative Selbstentdeckung wecken wir die innewohnende Intelligenz des Körpers und erleben, wie innere Impulse zu ausdrucksvoller Bewegung werden.

 

Wir beginnen mit einer achtsamen Hinwendung zu körperlichen Empfindungen – Gewicht, Atem, Berührung, Textur und Rhythmus – und entwickeln daraus eine tiefere Präsenz und Embodiment.

Von dort weiten wir die Wahrnehmung nach und nach in den Raum und in Beziehung mit anderen aus und erforschen, wie somatisches Lauschen zu persönlichem Ausdruck und choreografischer Inspiration werden kann.

Der Workshop ist sowohl ruhig als auch dynamisch – er verbindet Momente der Stille und Wahrnehmung mit Bewegung, Spiel und experimenteller Kreativität.

Iwanson International School of Contemporary Dance (Stiftung Studio) / Adi-Maislinger-Straße 12

81373 München

Early Bird: 30 Euro (zahlbar bis 12. April 2026)

Normalpreis: 35 Euro 

Für wen?

Embody & Explore richtet sich an Menschen, die Bewegung nicht nur ausführen, sondern erleben und erforschen möchten.

Die Workshops sind offen für alle, die sich für somatische Bewegung, Embodiment und Movement Research interessieren – unabhängig von Vorerfahrung. Sowohl Einsteiger:innen als auch Menschen mit Hintergrund in Tanz, Körperarbeit oder künstlerischer Praxis sind willkommen.

Embody & Explore kann besonders bereichernd sein für dich, wenn du:

  • deine Körperwahrnehmung vertiefen und ein feineres Gespür für Bewegung entwickeln möchtest

  • Bewegung als Form von Ausdruck und persönlicher Forschung entdecken willst

  • dich für zeitgenössischen Tanz, Improvisation oder somatische Praxis interessierst

  • einen Zugang suchst, der nicht leistungsorientiert ist, sondern auf Erfahrung und Präsenz basiert

  • Raum suchst für Exploration, Kreativität und verkörpertes Lernen

Im Zentrum steht nicht, was du kannst, sondern wie du wahrnimmst, dich bewegst und in Beziehung trittst – mit dir selbst, dem Raum und anderen.